Freifunk Event LTE Offloader – Verkleinerung

Die bisherige Freifunk Event Installation besteht aus zwei großen Event Cases. Eine FritzBox liefert Netz mit LTE, ein Futro wird als Offloader eingesetzt, ein überdimensionierter Switch verteilt an die Freifunk Router. Die Technik liefert etwa 80 MBits Durchsatz für ca. 250 Clients.

Eine neue Box soll es werden:

Es soll kleiner und schneller werden. Die Idee, ein Mini Computer (hier ein D2700) mit LTE Modem Karte soll mit VirtualBox eine Offloader VM bekommen und das Mesh Netzwerk am LAN ausgeben. Die FritzBox hat nur Cat 3 LTE, eine Cat 6 LTE Card, eine Sierra Wireless MC7455 (EM 7455), die 300MBit schafft, wird verwendet. Der Offloader in der VM sollte auch mehr schaffen, als der Futro.

Es gab die Idee, auch eine WLAN Karte einzubauen, da aber über VirtualBox diese nur als “normale” Netzwerkkarte weitergegeben wird. wurde diese weggelassen. Wäre schön gewesen, Freifunk über eine direkte W-LAN Steckkarte ausstralen zu können. Wäre dann 3in1 gewesen. Das Freifunk Image ist in der Regel für zwei Netzwerkinterfaces gedacht.

Nun brauchte es noch einen Sim Karten Adapter.

Das Freifunk Offloader VirtualBox Image hat den Vorteil, nicht den Murks mit den Treibern zu haben.

Zunächst ging es mit Problemen weiter. Ubuntu Netzwerkmanager und Treiber waren es dann doch nicht. Die Schnittstelle musste überklebt werden.

https://techship.com/faq/sierra-wireless-mc74-series-module-is-not-detected-by-the-operating-system/

Ja, richtig gelesen, Pins abkleben. Ich musste dann feststellen, das auch der Sim Adapter abgeklebt werden musste.

Mit Ubuntu 18.04 und dem Network-Manager ging die Box sofort online.

Der D2700 Prozessor ist jetzt nicht so toll für virtuelle Maschinen, kann nur 32 Bit VMs mit Virtualbox laufen lassen. KVM kann auch 64Bit, wird aber extrem langsam, unbrauchbar. Das 32Bit Offloader Image stürzt mit Kernel Panic ab. Das experimental Image mit 32 Bit startet dann endlich mit Virtualbox. Es ist wieder Lede, statt Gluon mit Einstellungsmöglichkeiten statt eines langsamen sicheren VPN ein performance Mode gibt.

Das LAN Mesh machte Probleme. Es war die Netzwerkkarte on Board, die den benötigten Bridge Modus verweigerte, Mit einer anderen Karte funktionierte endlich das Projekt.

Zu beachten beim Bau eines LTE Offloaders

  • Wenn der Offloader als VM laufen soll, sollte die CPU VT unterstützen und eher die 64 Bit Variante genutzt werden.
  • Die Netzwerkkarte muss den Bridge Modus unterstützen
  • Bei Virtualbox muss der erste Netzwerkport die LAN Karte im Bridge Modus mit erlaubten Promiscuous sein
  • Der zweite Netzwerkport ist einfach NAT

 

Mobiler Freifunk Router mit LTE Stick – kleine Variante

Seit längerer Zeit haben wir Freifunk2go realisiert, das mit einer Power Bank oder mit einem Solarpanel mit Strom versorgt wird und einen LTE Uplink nutzt. Das ganze war umständlich mit zwei Routern und LTE Stick gemacht. Der Stick hing an einem “normalen” Router und mit einem sehr kurzen LAN Kabel war der Freifunk Router verbunden. Damit konnten 30 Clients klar kommen, selbst im Bus und in der Bahn hat das funktioniert mit freiem WLAN. Ab 120 km/h war aber zu Ende. Freifunk München hat jedoch eine Anleitung, wie ich ein Router sparen kann und der LTE Stick direkt am Freifunk Router hängt.

https://ffmuc.net/wiki/p/Freifunk_mit_USB-Tethering_(LTE-Router)

Diese Anleitung hat mit einem gl-ar150 mit Freifunk Aachen Firmware funktioniert. Leider bricht die LTE Verbindung nach einer kurzen Zeit ab und verbindet sich nicht erneut.

Stark verkürzte Anleitung

Autoupdate deaktivieren

uci set autoupdater.settings.enabled='0'
uci commi

USB LTE Stick nutzbar machen

opkg update
opkg install kmod-usb-core kmod-usb2 libusb-1.0 usb-modeswitch usbreset

Neustart

reboot && exit

cdc-ether

opkg update
opkg install kmod-mii kmod-usb-net kmod-usb-net-rndis kmod-usb-net-cdc-ether

Neustart

reboot && exit

Mit vi bearbeiten (a für Eingabemodus eingeben)

/etc/config/network
config interface 'wan' ÄNDERN config interface 'wan2'

Am Ende hinzufügen:

config interface 'wan'
        option igmp_snooping '0'
        option proto 'dhcp'
        option ifname 'eth2'
        option type 'bridge'
        option peerdns '0'
        option auto '1'

Vi mit ESC und !wq speichern und beenden.


Ab hier weiß ich nicht, ob das noch gebraucht wird:

opkg update

opkg install kmod-usb2 kmod-usb-net kmod-nls-base kmod-usb-net-rndis kmod-usb-net-cdc-ether

# WAN-Interface auf USB-Schnittstelle legen:

uci del network.wan

uci set network.wan=interface

uci set network.wan.ifname=usb0

uci set network.wan.proto=dhcp

uci set network.wan.type=bridge

uci set network.wan.igmp_snooping=0

uci set network.wan.peerdns=0

uci set network.wan.auto=1

uci commit network
reboot & exit